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Harald Szeemann: Museum der Obsessionen

„'Eine Struktur will von unten genährt sein. Wurzeln sollen sie füttern, ja tragen, auf dass sie simultan blühe, provoziere, dass sie durchdacht und hedonistisch ausufernd sei.'Dieses Bild von wuchernden Wurzeln, das wie von Gilles Deleuze klingt, ist tatsächlich frei erfunden. Es ist der erste Satz eines irrlichternden Textes, der sich Gedanken über Dada, Dauerwellen, Dialekt, Anton Dermota und Arnold Terminator macht, ein Sammelsurium über Österreich, das vor keiner Bizarrerie halt macht, eine kulturhistorische Wunderkammer, ein uferloses Kompendium, ein Gespinst aus Zitaten und Grotesken. Harald Szeemann hat ihn verfasst."

"Im durchwachsenen Dickicht findet er die besten Anregungen, in den Ritzen, Brüchen und Untiefen. So ist er etwa überzeugt, dass die lokale Volkskunst der wichtigste Gegenstrom zur hiesigen Hochkultur sei. Deswegen klappert der Kurator, der zuletzt noch 300 Flüge im Jahr absolviert, unermüdlich jedes Volkskunde- und Regionalmuseum Innerösterreichs ab, um neben seinen Spezereien auch noch die Öffnungszeiten und die Praxis ihrer Einhaltung zu notieren.

Gehortet, verzeichnet und gestapelt werden alle diese Informationen in einem kleinen Schweizer Ort in der Nähe von Locarno, namens Tegna, wo Szeemann mit seiner Frau, der Künstlerin Ingeborg Lüscher, lebt. Hier „meditiert“ er über den unzähligen Archivalien, studiert ihre Verzweigungen, Triebstrukturen und Koinzidenzen. „Museum der Obsessionen“ nennt er all seine Projekte. Zum „Museum der Obsessionen“ gerät ihm auch das eigene Archiv, jedoch will Szeemann unter dem Namen mehr einen imaginären Raum verstanden wissen. „Museum der Obsessionen“ bezeichnet einen nur denkbaren Ort, und Obsession darum auch keinen negativen Begriff, sondern eine „vorfreudsche Energiequelle, die sich keinen Deut darum schert, ob sie sich gesellschaftlich schädlich oder nutzbringend äußert oder anwenden lässt“. Dieses, sein Museum ist daher etwas, das niemals wirklich existieren kann, und doch eine „begehbare Welt“, in der es um mehrschichtige Bezüge geht, um Komplexitäten, die sich von den Mauern der tatsächlichen Museen nicht einschüchtern lassen.
Szeemann ist davon überzeugt, dass Kunst kein abgestecktes Ressort besetzen dürfe. Sie könne sich nicht abschotten, auf stilistische Gleichklänge einigen, nicht einmal ihre Trennlinie zur Nichtkunst festlegen."

"Jede Idee berge eine Fülle an Geschichten, und seine Arbeit verpflichte ihn, diese mit anderen in Beziehung zu setzen, sie als Knüpfwerk eines unendlichen Geflechtes auszuweisen. Beschränkungen sind daher ausgeschlossen.
Einzig über die Lokalisierung bieten sich Hinweise. Nach dem Muster mancher Gedächtnistricks verknotet Szeemann Gedankliches mit seiner geografischen Verankerung. Er sucht Mentalitätsräume, vom Balkan bis nach Belgien, von Chioggia bis nach China, regionale und lokale Entstehungen, Netzwerke und Kontexte und immer neue Kulminationspunkte, topografische Epizentren des Ungewöhnlichen."
Thomas Trummer auf
kh.


   
   


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